Willfried Geßner
/ Rüdiger Kramme (Hgg.)
Aspekte der Geldkultur
Neue Beiträge zu Georg
Simmels 'Philosophie des Geldes'
Edition Humboldt
2002, 152 S., 14,5 x 21,5
cm, geb., ISBN 3-933046-54-8, EUR 28,90
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Aus dem Inhalt:
Willfried Geßner: Das Geld als Paradigma der modernen Kulturphilosophie
* Elizabeth S. Goodstein: Georg Simmels Phänomenologie der
Kultur und der Paradigmenwechsel in den Geisteswissen-schaften *
Guy Oakes: Methaphysik des Geldes. Die "Philosophie des Geldes"
als Philosophie * Erwin Schullerus: Simmel und Schmoller. Briefliche
Zeugnisse * Hajo Riese: Der Kulturphilosoph als Ökonom. Anmerkungen
zur Renaissance von Georg Simmels "Philosophie des Geldes"*
Gerhard Gamm: Die Unbestimmtheit des Geldes. Georg Simmels Zeitdiagnose
im Geist der Hegel-schen Dialektik * Heiko Roehl und Burkhard Järisch:
Ego Stoxx: Eine Zukunft des ökonomisierten Individuums
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Als Georg Simmel im Dezember 1900 seine Philosophie
des Geldes veröffentlichte, war die Idee noch verbreitet,
man könne die Konflikte der modernen Gesellschaft durch die
"Aufhebung des Privat-eigentums" lösen.
Ein Jahrhundert weiter wissen wir nach den Opfern zweier Weltkriege
und eines hoffnungsvoll begonnenen und schrecklich ge-endeten sozialen
Großexperiments, daß das "Reich der Freiheit",
das Marx und Engels jenseits des Marktes und des Geldes vermuteten,
sich durch deren Abschaffung nicht eröffnet.
Damit ist Simmels Philosophie des Geldes
heute aktueller denn je. Weit stärker als zu Beginn des vorigen
Jahrhunderts wird heute deutlich, in welchem Maße die moderne
Kultur als Ganze durch das Geld geprägt ist: daß sie
eine "Geldkultur" ist. Die Aspekte
der Geldkultur eröffnen den Weg zu einer Philosophie
der Kultur, die auch die alltäglichen Gebilde als integralen
Bestandteil von Kultur begreift und zu ihrem Recht kommen läßt.
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