Carlos Marroquin
Die Reigionstheorie des Collège de Sociologie.
Von den irrationalen Dimensionen der Moderne
2004, 238 S., 14,5 x 21,5 cm, Gebunden, ISBN
3-930450-81-X, EUR 29,80 / CHF 50,20
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Carlos
Marroquin studierte Philosophie und Literaturwissenschaft
in Mexico (1960-1962), Leipzig (1965-1970) und Paris (1974-1979).
In Paris untersuchte er den Nachlaß seines Lehrers Miguel
Angel Asturias (1899-1974). Dem Nobelpreisträger von 1967 widmete
er zwei Studien, die Asturias-Biographie (1989) und seine Dissertation:
Die Funktion des Mythos im Frühschaffen von Miguel Angel Asturias.
Promotion in Leipzig 1990.
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Auf der Grundlage der religionssoziologischen
Ergebnisse der Durkheim-Schule haben die untersuchten Autoren, Georges
Bataille (1897 - 1962), Roger Callois (1913-1978) und Michel Leiris
(1901-1990) sowie die anderen Mitglieder des Studienkreises Le College
de Sociologie (1937 - 1939) bedeutende Entwürfe zur Religionstheorie
und zu den irrationalen Dimensionen der Moderne hinterlassen, die
von Carlos Marroquin rekonstruiert und in ihrer Bedeutung für
die Sozialwissenschaften der Gegenwart bewertet wurden.
Dazu gehört u. a. eine neue Definition des Sakralen für
die moderne Gesellschaft, die erst im Zusammenhang mit der Frage
nach den strukturierten Beziehungen zwischen den mythischen Repräsentationen,
den kollektiven Passionen und den rituellen Handlungen vollständig
zu begreifen ist. Ein Ergebnis der Untersuchung dieses Ensembles
ist die von Carlos Marroquin aufgestellte Hypothese, daß die
Grundrelation der rituellen Besessenheit, das heißt der Prozeß
der Identifikation des suchenden Subjekts mit dem Objekt der Verehrung,
jedem religiösen Denken, Glauben und Handeln zugrunde liegt.
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Weitere Veröffentlichungen: Der Mythos
in der europäischen und lateinamerikanischen Moderne 1993,
Dos Irrationale denken. Reflexionen zum Verstehen der Gegenwart
(zusammen mit Steffen Dietzsch), Leipzig 2003. Er ist wissenschaftlicher
Mitarbeiter am Religionswissenschaftlichen Institut der Universität
Leipzig.
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