Martina Plümacher
Wahrnehmung, Repräsentation
und Wissen. Edmund Husserls und Ernst Cassirers Analyse zur Struktur
des Bewusstseins
2004, 544 S., 14,5 x 21,5 cm, Gebunden, ISBN
3-930450-84-4, EUR 38,90 / 63,40 sFr
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.Repräsentation' - die geistige
Bezugnahme auf nicht Präsentes - ist ein Grundzug kognitiver
Prozesse. Schon Wahrnehmung beruht auf Repräsentationen. Wodurch
sind sie bestimmt? In der Tradition des englischen Empirismus wurde
Erinnerung an zuvor Erlebtes als Ursache der Repräsentationen
betrachtet; sie wurden damit auf Assoziation zurückgeführt.
Offen blieben die Fragen: Weshalb wird in bestimmten Kontexten das
eine und nicht das andere assoziiert? Und da erkenntnisorientiertes
Denken durch Stringenz ausgezeichnet ist: Auf welchen kognitiven
Strukturen basiert es?
Dies waren zwei der grundlegenden
Fragen, die Husserl und Cassirer im Nachdenken über Aufbau
und Struktur des menschlichen Wissens beschäftigten. Von verschiedenen
Problemstellungen ausgehend gelangten sie zu einem Modell des Wissens,
das 'Wissen' als inferentielle Verknüpfung von Bewußtseinsinhalten
versteht. Die Segmentierung des Wissens, die im Aufbau kategorialer
Strukturen entsteht, ermöglicht die in der Pragmatik analysierten
Dimensionen des Denkens: Erkenntnis des situativ Relevanten, Reaktion
auf spezifische Kontexte, epistemische Perspektivität.
Phänomenologie und Philosophie
der symbolischen Formen werden als Ansätze einer philosophischen
Forschung zu Bewußtsein und Geist vorgestellt. In Stellung
der Fragen und deren Beantwortung zeigen sich Husserl und Cassirer
als moderne Philosophen.
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Martina Plümacher, geboren
1958, ist Privatdozentin am Institut für Philosophie der Universität
Bremen. Forschungsschwerpunkte: Geschichte der Philosophie des 19.
und 20. Jahr-hunderts, Epistemologie, Semiotik und Sprachphilosophie
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