Norbert Campagna

Charles de Montesquieu

Eine Einführung

2001, 191 S., 13 x 21 cm, Br., ISBN 3-930450-68-2,
EUR 14,80

 

 

     

Als Charles de Montesquieu (1689-1755) sein Hauptwerk De l'esprit des lois im Jahre 1748 veröffentlichte, stand die Zeit der systematischen Kodifizierungen und der maßlosen Gesetzesinflation noch bevor. Der französische Jurist und Philosoph ahnte aber doch schon ihr Kommen.

In seiner leicht lesbaren Darstellung führt Norbert Campagna in die Grundgedanken der politischen Theorie Montesquieus ein. Nach Montesquieu ist es die Anpassung der Gesetze an die jeweils besonderen Lebensbedingungen der Menschen, welche ihren »Geist« ausmacht. Der Geist des Gesetzgebers sollte ein Geist der Mäßigung sein: Mäßigung hinsichtlich der Quanti-tät der gesetzlichen Eingriffe in die natürliche Freiheit, Mäßigung aber auch hinsichtlich ihrer Qualität. Ein Gesetzgeber, der diesen Geist mißachtet, wird zum maßlosen Despoten, der die Grundlage seiner Macht selbst zerstört. Ein Gesetzgeber, der ihn achtet, wird zum Wohltäter seines Volkes und festigt die Grundlage seiner Macht.


Norbert Campagna,
geb. 1963, Dr. phil., unterrichtet Philosophie am Lycée de Garçons Esch (L). Forschungsschwerpunkte: Rechts- und Staatsphilosophie, angewandte Ethik. Buchpublikationen u.a.: Montesquieu - Zur Einführung (2001), Die Moralisierung der Demokratie (2001), Thomas Hobbes. L 'ordre et la liberté (2000), La pornographie, l'éthique et le droit (1998), Die Philosophie als Therapie (1996). Zahlreiche Aufsätze in Fachzeitschriften.