Paul Good

Giordano Bruno

Eine Einführung

1999, 13 x 21 cm, 156 S., Br., ISBN 3-930450-37-2, EUR 14,80 / sFr 27,20

     

Jochen Winters Einführung in das Werk Giordano Brunos setzt sich mit dem kosmischen Denken des Ketzers aus Nola auseinander. Im Mittelpunkt des Buches stehen dabei jene sechs italienischen, zwischen 1583 und 1585 in London verfaßten Dialoge, durch die Bruno zum Verkünder einer revolutionären Synthese aus Metaphysik, Kosmologie und Anthropologie avanciert: Im Rückgriff sowohl auf neuplatonische Tradition wie auf hermetisch-kabbalistische Spekulation überwindet er den kopernikanischen Heliozentrismus zugunsten eines Kosmozentrismus, demgemäß das All aktual-unendliche, durchgängig beseelte Schöpfung Gottes ist – und der Mensch ein heroisches, universelles Wesen.

Mit dieser Lehre zerstört Bruno nicht nur das geistige Fundament der mittelalterlichen Welt, sondern auch den Kern der christlichen Glaubenslehre. Sein Tod auf dem Scheiterhaufen der Inquisition am 17. Februar 1600 bezeugt den Skandal.

Jochen Winter, geb. 1957 in Schwetzingen, lebt seit 1991 als Lyriker und Essayist in Paris und am Cap d’Antifer/Normandie. Von ihm erschienen Aufsätze zum symbolischen Denken in dem Sammelband Die Zeichen der Natur (Frankfurt 1998) sowie die Gedichtbände Die diamantene Stunde (Berlin 1990) und Die Inschrift der Erde (Berlin 1998).