Burkhard Biella

Eine Spur ins Wohnen legen

Entwurf einer Philosophie des Wohnens mit Heidegger und über Heidegger hinaus

1998, 24x17 cm, Br., 298, ISBN 3-930450-25-9, EUR 34,80 / sFr 62,00

 

Burkhard Biella (geb. 1955), Studium der Philosophie, Theologie und Erziehungswissenschaften, promovierte mit der vorliegenden Arbeit 1997 an der Universität Düsseldorf. Veröffentlichungen zum Thema: Zur Kritik des anthropofugalen Denkens (1986), ag arch ruhrgebiet (Hg.), Bauen im semantischen Raum. Ein Beitrag zur Differenzierung von Moderne und Postmoderne in der Architektur (1990), ag arch ruhrgebiet (Hg.), Architektur in Duisburg (1994).

     

In architekturtheoretischen Debatten wird der Sinn von Wohnen in der Regel stillschweigend als bekannt vorausgesetzt. Aber wenn das Wohnen hinreichend erörtert würde - so die These des Autors -, sähe die gebaute Architektur ganz anders aus. Im Ausgang von dieser Überzeugung versucht der Autor im Anschluß an die Philosophie Martin Heideggers die Struktur des Wohnens zu entfalten.
Heidegger thematisiert das Wohnen am nachdrücklichsten in seinem 1951 beim Darmstädter Gespräch gehaltenen Vortrag Bauen Wohnen Denken, der insofern auch im Zentrum des vorliegenden Buches steht. Daran anschließend entwickelt der Autor einen Begriff eines individuellen, existentialen Wohnens, das sowohl den Anderen als auch das Andere (Natur und Dinge) zu schonen versucht, den er von einem faktischen konsumierenden Wohnen unterscheidet - ein Denkweg vom alltäglichen Wohnen zu den Ansprüchen eines philosophisch gedachten Wohnens und wieder zurück.