Norbert Campagna
Prostitution
Eine philosophische Untersuchung
2005, 343 S., 13 x 21 cm, Br., ISBN 3-937262-15-6,
EUR 29,80 / SFR 51,00
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Mit dem am 1.1.2002 in Kraft getretenen Gesetz
zur Regelung der Rechtsverhältnisse der Prostituierten hat
die Prostitution für das deutsche Rechtssystem ihren sittenwidrigen
Charakter verloren. In den Augen vieler Bürgerinnen und Bürger
ist und bleibt sie allerdings noch immer eine sittenwidrige Tätigkeit.
In diesem Buch geht Norbert Campagna der Frage nach, ob dieses
seit Jahrhunderten dominante negative Urteil überhaupt stichhaltig
ist. Auch wenn der Autor keineswegs bestreitet, daß bestimmte
Formen der Prostitution und bestimmte Umgangsformen in der Prostitution
moralisch zu beanstanden und sogar strafrechtlich zu verbieten
sind, kommt er dennoch zur Schlußfolgerung, daß es
keine überzeugenden prinzipiellen Gründe gibt, die Prostitution
als solche - der freiwillige Tausch eines sexuellen gegen ein
nichtsexuelles Gut mittels direktem Körperkontakt - moralisch
zu verurteilen oder gar ihre Ausübung bzw. Indienstnahme
rechtlich verbieten.
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Dr. phil. Norbert Campagna
unterrichtet Philosophie am Lycee de Gargon Esch (L). In seinen
zwölf bisher veröffentlichten Büchern hat er sich
vor allem mit Fragen der Staats- und Rechtsphilosophie, sowie der
Sexualethik befaßt. Erwähnt seien Carl Schmitt - Eine
Einführung (Berlin 2004); Le droit, le politique et
la guerre (Laval/Quebec 2004); Die Moralisierung der Demokratie
(Cuxhaven und Dartford 2001); La pornographie, l'ethique et le
droit (Paris 1998). Norbert Campagna hat auch zahlreiche Aufsätze
in Fachzeitschriften und Sammelbänden veröffentlicht.
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