Leo Dorner
Mimetikon
I + II
1999,
13 x 21 cm, 246 S., Br.
ISBN 3-930450-45-3, DM 38.- / öS 277.- / sFr 36,60
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Leo
Dorner, geb. 1947, promoviert 1974
in Wien, Studien in Philosophie, Musikwissenschaft, Pädagogik und
Komposition. Lehraufträge in Musikphilosophie und Vortragstätigkeit.
Bibliotheksleitung und wissenschaftlicher Dienst am Bruckner-Konservatorium
Linz.
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Im 20.
Jahrhundert steht unser Sehen und Hören vor der Wahl, entweder als
Reflexorgan bild- und klangerzeugender Maschinen zu verkommen oder
sich selbst zu einer neuen Art von Kunst umzubilden. Unser Sehen
von Welt vollendet sich zumeist nur im gewohnheitsmäßig flüchtigen,
unser Hören von Musik kaum einmal in Begriff und Wort. Unser sterblicher
Lebensaugenblick läßt sich nicht mehr wie früher auf einen unsterblichen
hin lesen und verstehen. Folglich sollten wir unsere Fernsinne Sehen
und Hören neu zu Fahrzeugen kühner Erkundungsfahrten aufrüsten.
Die Texte
Mimetikon I+II – essayistische Perlen anschauungsgesättigten
Denkens – versuchen, die Arsenale unseres wissenschaftlichen Weltbildes
und die Selbstverständlichkeiten unserer Weltbegriffe neu zu befragen.
An verschiedensten Sinn- und Unsinnbezirken des modernen Lebens
wird daher der Pendelschlag von Begreifen und Staunen erprobt, um
heutige Weisen einer divinatorischen aisthesis zu erkunden.
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