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Philosophische
Ethik ist ein Thema, das weit über den Kreis der Fachphilosophie
hinaus Interesse findet. Andreas Graesers Buch handelt in klarer
und verständlicher Sprache von den Schwierigkeiten, die sich beim
Nachdenken über Fragen der Ethik einstellen: Was sind eigentlich
die dominierenden Leitideen von Ethik? Sind sie plausibel und lassen
sie sich rechtfertigen? Welche Grundannahmen müssen wir aus der
Sicht der Philosophie voraussetzen? Und wie tragfähig sind diese
wiederum?
Solche Fragen
betreffen nicht nur abstrakt anmutende Probleme wie das der Wahrheitsfähigkeit
moralischer Beobachtung. Sie gelten auch dem Verständnis konkreter
Phänomene wie dem der Meinungsverschiedenheiten in der Moral oder
dem des moralischen Umdenkens. Wie lassen sich derartige Phänomene
verständlich machen?
Im einzelnen
werden traditionell kontroverse Elemente der Ethik wie Sollen, Können,
Motivation, Emotion, Freiheit, Vernunft usw. problematisiert und
in ihren Möglichkeiten und Grenzen ausgeleuchtet. Damit soll zu
einem besseren Verständnis der Problematiken beigetragen und auf
Lösungen hingewiesen werden, die die Diskussion in andere Bahnen
lenken.
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