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Christoph Hoffmann
Caroline Welsh
(Hrsg.)
Umwege des Lesens.
Aus dem Labor philo-
logischer Neugierde
2006, 329 S., 13×21 cm,
Broschur
ISBN 3-937262-31-8
EUR 18,20 / sfr 31,70
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Philologie nämlich ist jene
ehrwürdige Kunst, welche von ihrem Verehrer vor Allem Eins
heischt, bei Seite gehn, sich Zeit lassen, still werden, langsam
werden –
Philologie, daran erinnert Nietzsches Definition, ist eine Kunst
des Lesens, eine Grundlagenwissenschaft, die sich über
Verfahrensweisen, nicht über Gegenstände definiert. Ihre
Methoden können in ganz unterschiedlichen Disziplinen angewandt
werden. Die hier versammelten Aufsätze stellen eine spezifische
Herangehensweise ins Zentrum. Sie nehmen ihren Ausgang von
Details oder kleinen Widerständigkeiten der Lektüre und
umreißen philologisches Arbeiten derart als eine Übung
im genauen Hinschauen, als einen Sinn für das Inkommensurable
am Geschriebenen. „Philologische Neugierde“, das ist ein Plädoyer
für die Aufmerksamkeit auf das Unklare, Unerwartete, allzu
leicht Überlesene; für das Sich-Verführen-Lassen
zu jenen Um- und Abwegen des Lesens, auf denen man manchmal Besseres
findet, als man sucht.
Mit Texten von Bernhard Dotzler, Christoph Hoffmann,
Hans-Christian von Herrmann, Cornelia Ortlieb, Caroline Welsh, Martin
Puchner, Gerhard Neumann, Friedrich Kittler, Manfred Schneider,
Klaus Mladek, Dietmar Peschel, Elisabeth Weber, Bettine Menke, Stefan
Rieger, Walter Bauer-Wabnegg, Dietmar Schmidt, Rüdiger Campe,
Bernhard Siegert, Sven Spieker, Jutta Müller-Tamm, Joseph Vogl
und Hans-Jörg Rheinberger.
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