Raimer Jochims

Farbe Sehen

Arbeitsnotizen 1973 - 1994

Mit einem Nachwort herausgegeben von Stefan Majetschak

1998, 188 S. + 16 Farbs. , 13x21cm, 23 s/w und 16 farb. Abb., Br., ISBN 3-930450-24-0, EUR 20,00 / SFr 37,00

 

Raimer Jochims, geb. 1935. Seit 1956 Malerei, nebenher Studium der Philosophie und Kunstgeschichte. Promotion München 1968. Seit 1967 Lehrtätigkeit an den Kunsthochschulen in Karlsruhe und München, seit 1971 Professor für Freie Malerei und Kunsttheorie an der Frankfurter Kunsthochschule (Städelschule).

     
Die Arbeit des Künstlers Raimer Jochims konzentriert sich seit 1960 auf die Energiewerte der Farben und auf die »Identität des Bildes« als Spiegel der kosmischen Identität. Von 1960-73 bewegten sich seine Bilder im traditionellen Rechteck. Als ihm klar wurde, »Farbe ist nicht rechteckig«, entwickelte er ab 1973 freie organoide »Formen der Farbe«. Gleichzeitig setzten die »Arbeitsnotizen« ein, die den Bildbegriff und die Bildsyntax reflektieren. Erfahrungen von Identität und Nichtidentität in der Natur, in der zeitgenössischen Welt und in der Kunst fließen in sie ein. Als allgemeine Reflexionen über Sichtbarkeit und Sehen in der Kunst sowie über die Gestaltbildungskraft der Farbe dürfen diese sprachlich geschliffenen »Notizen« das Interesse aller an zeitgenössischer Kunst und Ästhetik Interessierten beanspruchen.

Das Buch enthält eine Auswahl der Arbeitsnotizen von 1973-1994, dazu einige signifikante Farbabbildungen zu den fünf Arbeitsbereichen des Künstlers sowie ein Nachwort von Stefan Majetschak, der auch die Auswahl besorgte.

Buchveröffentlichungen
Der Maler Antonio Calderara (1972), Identitätstexte (1973), Visuelle Identität. Konzeptionelle Malerei von Piero della Francesca bis zur Gegenwart (1975), grün und violett. Tagebuch 1975-77 (1981), Antonio Calderara in Briefen und Gesprächen (1982), Kunst und Identität (1996). Zahlreiche Vorträge und Aufsätze