Peter Kunzmann
Dimensionen von Analogie
Wittgensteins Neuentdeckung
eines klassischen Prinzips
1998,
241 S., 17x24 cm, Br., ISBN 3-930450-33-X, EUR 29,80 / sFr 52,50
|
|
|
Peter
Kunzmann, Dr.
phil., ist Privatdozent für Philosophie an der Universität Würzburg.
Veröffentlichungen zur Sprachphilosophie, Ontologie und Religionsphilosophie,
u.a. Vorentscheidung als personale Initiative (1993).
|
|
Das Buch bietet
einen fundierten Überblick über die Geschichte der Analogielehre
(Platon, Neuplatonismus, Scholastik und Gegenwart) und führt ihre
Wiederentdeckung durch Ludwig Wittgenstein eindringlich vor Augen.
Obwohl Wittgenstein der Analogie skeptisch gegenüberstand, weist
Peter Kunzmann nach, wie sich die für Analogie typischen Operationen,
Denkfiguren und Argumentationsmuster bei ihm wiederfinden. Analogie
bietet das Bindeglied zwischen Sein und Denken, und es liegt nahe,
auch das Verhältnis von Welt und Sprache beim frühen Wittgenstein
durch sie bestimmt zu sehen. Der späte Wittgenstein stieß auf jene
Mehrdeutigkeiten, scheinbaren Ungenauigkeiten und erweiterten Bedeutungen
der Sprache, die mittels des Analogie-Begriffs zu klären schon Aristoteles
und Thomas angetreten waren. Kunzmann zeigt, daß die Sprache in
ihren Analogien planvoller und wirklichkeitsnäher vorgeht, als ihr
Wittgenstein unterstellt, allerdings auch sprunghafter und zufälliger,
als z.B. Aristoteles oder Thomas annahmen. In diesem Sinne spiegelt
sie den Aufbau der Welt, weil sie Bedeutungen festhält: Ähnlichkeiten,
Übereinstimmungen, Kausalitäten, Querverweise, Bilder und Assoziationen.
Mit seiner Untersuchung des Analogie-Begriffs legt Kunzmann den
Knotenpunkt in Wittgensteins einzigartiger Fähigkeit frei, Beziehungen
und Verbindungen in bildhafter Gestalt zu sehen.
|
|
|