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Renate Schindler
ZEIT GESCHICHTE EWIGKEIT
in Franz Rosenzweigs "Stern der Erlösung"
2007
416 S., 13 x 21 cm, Broschur
ISBN 3-937262-41-5
ISBN 978-3-937262-41-3
(D) 34,80 / (A) 35,80 / sfr 55,00
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In der Untersuchung wird das philosophisch-theologische
System des Stern der Erlösung (verfasst 1918, veröffentlicht
1921) unter zwei Gesichtspunkten dargestellt. Einmal geht es um
Rosenzweigs kritische Auseinandersetzung mit klassischen philosophiegeschichtlichen
Positionen, insbesondere mit dem Idealismus Hegels. Auch die Spätphilosophie
Schellings und zeittheoretische Aspekte im philosophischen System
von Hermann Cohen übten auf Rosenzweigs Exposition der inneren
Beziehungen zwischen Zeit, Geschichte und Ewigkeit einen entscheidenden
Einfluss aus. Zum anderen spielt die Suche nach einer Neuorientierung
des Denkens in der Zeit um den ersten Weltkrieg eine wichtige Rolle.
Diese Gedankenstränge bilden den Leitfaden für die Analyse
der Zeitlichkeit menschlichen Existierens. Sie dient Rosenzweig
als Ausgangspunkt für seine Kritik am traditionellen Rationalitätsbegriff
und dessen Auswirkungen auf die Krise der zivilisatorischen Kultur
Europas. Rosenzweig geht es um die Erfahrungsvielfalt im Lebensvollzug
des Menschen "selbst": Wir vergewissern uns der Endlichkeit
und Sterblichkeit unseres Daseins, indem wir leben und handeln.
Dadurch bekommt die Zeit "an sich" für uns eine besondere
Qualität. In Anlehnung an Schelling, Schopenhauer und Nietzsche
entwickelt Rosenzweig einen Begriff von Philosophie, in dem der
"Standpunkt- und Weltanschauungsphilosoph" selbst gewissermassen
zum System wird.
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Renate Schindler hat Philosophie, Romanistik
und Altphilologie studiert. Sie arbeitet als Lehrerin für Philosophie
und Ethik und als freie Wissenschaftlerin in Berlin.
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