Florian Uhl / Artur R. Boelderl (Hrsg.)

Das Geschlecht der Religion

Schriften der Österreichischen Gesellschaft für Religionsphilosophie, Bd. 6

Oktober 2005, 324 S., 9 Abb., 13×21 cm, Broschur,
ISBN 3-937262-29-6  29,80, sfr 51,00

Florian Uhl, Studium der Philosophie und Theologie an den Universitäten Graz und Innsbruck, Habilitation 1989, ist seit 1990 Professor an der Kath.-Theol. Privatuniversität in Linz, seit 1996 Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Religionsphilosophie.

   
Die Herausgeber

»Geschlecht« ist keine traditionelle Kategorie der Religionsphilosophie. Überraschenderweise spielt es aber auch in der aktuellen Auseinandersetzung selbst unter feministischen Theoretikerinnen, die sich als Philosophinnen verstehen, kaum eine Rolle. Indes: Macht es nicht einen Unterschied, ob ein Mann oder eine Frau religiös ist, oder glaubt, oder denkt? Die in diesem Band versammelten Beiträge zeigen: Das Geschlecht der Religion philosophisch zu bedenken heißt zunächst, der fatalen Identifikation von »männlich« und »neutral« (= universal etc.) auch und gerade im religionsphilosophischen Diskurs gewahr zu werden und dem, in einem zweiten Schritt, das Weibliche gegenüberzustellen bzw. hervorzuheben - nicht im Interesse einer einfachen Umkehrung hierarchischerVerhältnisse,sondern einer Dekonstruktion ihres Zustandekommens in sowohl systematischer als auch historischer Rücksicht.

Mit Beiträgen von Christina von Braun, Grace M.Jantzen, Elisabeth Gössmann, Eveline Goodman-Thau, Bettina Bäumer, Genia Schönbaumsfeld, Susanne Lettow, Gertrude Postl, Amy Hollywood, Ulrike Kadi, Regina Ammicht Quinn, Gerburg Treusch-Dieter, Renata Salecl, Saskia Wendel

Artur R. Boelderl, Studium der Germanistik und Philosophie an der Universität Klagenfurt, Promotion 1995, ist Assistent am Institut für Philosophie der Kath.-Theol. Privatuniversität Linz und Leiter des Instituts für psychohistorische Forschungen. Bei Parerga veröffentlichte er Literarische Hermetik. Die Ethik zwischen Hermeneutik und Dekonstruktion (1997), und Bataille (2005)