Florian Uhl / Artur R. Boelderl (Hrsg.)

Rituale

Zugänge zu einem Phänomen

Schriften der Österreichischen Gesellschaft für Religionsphilosophie, Bd. 1

1999, 13 x 21 cm, 263 S., Br., ISBN 3-930450-44-5, EUR 19,80 / sFr 36,60

Florian Uhl, Studium der Philosophie und Theologie an den Universitäten Graz und Innsbruck, Habilitation (1989) im Fachbereich Christliche Philosophie an der Theologischen Fakultät Innsbruck, seit 1990 Professor an der Katholisch-Theologischen Hochschule (KTHL) in Linz, seit 1996 Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Religionsphilosophie.

   
Die Herausgeber

Rituale sind fixer Bestandteil religiöser Gruppierungen, ob westlicher oder östlicher, ob althergebrachter oder neu aufkeimender. Rituale sind es, die einen Grundbestand von Religion überhaupt ausmachen, offenbar noch vor dem Glauben an einen Gott oder mehrere Götter (man denke an den Buddhismus). Rituale sind somit von vornherein ein Thema für die Religionsphilosophie. Sie sind es umso mehr in einer Zeit, da sie einerseits quantitativ rasant zunehmen und andererseits immer weniger übergreifend gemeinschaftsbildend wirken können bzw. dort, wo sie noch Gemeinschaft stiften, dies eine Gemeinschaft ohne Gehalt ist – wie etwa bei den stets einheitlicher werdenden Ritualen der globalen Konsum- und Mediengesellschaft.

Der Tatsache, daß sich die Religionsphilosophie diesem Befund zum Trotz bislang kaum mit dem Gegenstand Rituale auseinandergesetzt hat, suchen die Beiträge zu diesem Band Abhilfe zu schaffen, wobei sie auch andere Bereiche der Lebenswelt, in denen Rituale eine Rolle spielen (Kunst, Literatur, Musik, Medien) in ihre Überlegungen einbeziehen.

Artur R. Boelderl
Studium der Germanistik und Philosophie an der Universität Klagenfurt. Promotion sub auspiciis (1995) mit einer Arbeit zur französischen Philosophie und Literaturtheorie der Gegenwart. Assistent am Institut für Philosophie der KTHL und Leiter des Instituts für psychohistorische Forschungen in Linz.