Heike Kämpf

Die Exzentrizität des Verstehens. Zur Debatte um die Verstehbarkeit des Fremden zwischen Hermeneutik und Ethnologie

April 2003. 14,5 x 21 cm, ca. 440 S, geb., ISBN 3-930450-77-1, EUR  39,00 / sFr 69,00

 

 

 

SO|PHI|ST

Sozialphilosophische Studien
Band 5

 

     

Die aktuellen Fragen, was als Fremdes verstanden wird, wie Fremdes zu verstehen ist, wie mit dem Fremden umzugehen ist, haben die Hermeneutik als "Kunst des Verstehens" vor neue Herausforderungen gestellt. Hier ist die Ethnologie als Wissen-schaft vom kulturell Fremden ein starkes Instrument der Kritik philosophischer Verstehensbegriffe. Dieses Buch verfolgt die Diskussion um das Fremde zwischen Philosophie und Ethnolo-gie bis in die Gegenwart.
Die Probleme dieser Diskussion, die zwischen Vereinnahmung und Exotisierung des Fremden liegen, führen schließlich auf ei-nen Begriff "exzentrischen Verstehens", der in Anlehnung an Helmuth Plessner entwickelt wird. Plessners Begriff der "Exzen-trizität" kann der Hermeneutik neue Wege weisen: Fremdheit wird als strukturelles Moment des Verstehens sichtbar.

Dr. Heike Kämpf, Studium der Philosophie, Ethnologie und Neueren Geschichte in Münster, ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Philosophie der TU Darmstadt.