Worklife Balance für Frauen – Das perfekte Gleichgewicht! Realität oder Utopie?

Worklife Balance bezeichnet eine ausgewogene Balance zwischen Privat – und Berufsleben. Soviel zur Theorie – denn die Praxis sieht in vielen Fällen ganz anders aus. Vor allem Frauen neigen dazu, alles mit Aufgaben vollzustopfen. Aber langfristig kann dies fatale Folgen für die Gesundheit und das Familienleben haben. Daher ist eine Worklife Balance essenziell!

Theorie und Praxis – Mathe für Anfänger

In der Theorie müsste man nur die Zeit arbeiten, die man auch für das Privatleben hat. Dies wären bei 8 Stunden Schlaf noch jeweils 8 Stunden Arbeit und 8 Stunden Privatleben. Aber: die Anfahrt gehört auch dazu. Oder zählst du die Fahrt zur Arbeit als Freizeit? Eventuell stehst du täglich erst 2 Stunden im Stau, bis du bei der Arbeit ankommst, auf dem Heimweg wieder dasselbe.

Vom Stress in den Stress – so bitte nicht!

Mit Fahrzeit werden aus 8 Arbeitsstunden ganz leicht 12 Stunden. Somit bleiben nur 4 Stunden Zeit für Freizeit, Familie, Kinder und einen Kaffee “nur für dich”. So wird auch das Privatleben schnell zum puren Stress. Einkaufen sollte man auch noch, den Haushalt nebenbei erledigen und während man kocht, hilft man den Kindern noch bei den Hausaufgaben. So ist ein qualitatives Leben nicht möglich. Außer du verzichtest auf Schlaf.

Schlaf wird überbewertet – Burnout ich komme!

Auf Schlaf verzichten ist immer schlecht. Immer Augenringe, immer der Wunsch sich zu erholen. Auf Dauer wird man krank. Nicht nur der Körper streikt irgendwann, irgendwann streikt auch der Geist. Halb umnachtet den Tag verbringen, der Körper erschöpft, das Gehirn auf Sparflamme – Burnout und Depressionen sind die Folge. Und genau diesen Weg solltest du nicht gehen. Krank kann es sich nicht leben lassen.

Die richtige Balance – was sagt dein Stundenlohn dazu?

Um die richtige Balance zu finden, bleibt eigentlich nur eine Möglichkeit: Arbeitszeit reduzieren! Es muss nicht unbedingt halbtags sein, aber 70% – 75% helfen schon ungemein. Dann stimmt die Rechnung auch wieder (zumindest fast). Nur hier ist der Stundenlohn der bestimmende Faktor. Wenn die Finanzen dann noch immer stimmen, dann ist es ein eindeutiges “Ja” zur Teilzeit. Falls nicht, sollten Erledigungen zeitlich geplant werden und – besonders wichtig – die Zeit für Entspannung, Familie und Kindern qualitativ hochwertig sein.

Quality-Time – immer eins nach dem Anderen

Wenn eine Reduzierung der Arbeitszeiten finanziell nicht möglich ist, so solltest du wenigstens den Rest deiner Zeit sinnvoll einteilen. Das Multitasking sollte beim Gang durch die Haustür abgeschaltet werden. Was nützt es den lieben Kleinen, wenn Mami gleichzeitig kocht, putzt, die Hausaufgaben durchsieht und nebenbei noch fragt, wie es geht? Und was nützt es dir? Nichts! Denn wenn zuviel gleichzeitig erledigt wird, dann wird immer zumindest eines der Dinge zu kurz kommen, die du gerade “erledigst”. Doch wie die Zeit genau eingeteilt werden soll, hängt immer von der Situation ab. Ein allgemeingültiges Rezept gibt es nicht.

Vorschlag zur Güte – Deine Zeit effektiver nutzen!

Nachfolgend sind 3 wichtige Tipps, um ein ausgewogenes Leben führen zu können, aufgeführt:

  • Gleitzeit – falls es möglich ist, kannst du eventuell in Gleitzeit arbeiten. Dies verschafft noch mehr Spielraum, um Dinge zu erledigen.
  • Der Einkauf – den kannst du vielleicht auf dem Heimweg erledigen. Und dann gleich für mindestens eine Woche einkaufen, am besten immer am selben Tag (Beispiel: am Montag). Dann bleiben nur frische Waren, die nicht lange haltbar sind, um sie am entsprechenden Tag zu kaufen. Das spart Zeit, erfordert aber eine Einkaufsliste. Und falls es der Platz zulässt, empfiehlt es sich, einen Vorrat anzulegen. So musst du nur das kaufen, was du verbraucht hast.
  • Die Hausarbeit kannst du eventuell verteilen – jeden Tag etwas anderes. So wird es nicht zu viel auf einmal und es ist schnell erledigt. Oder du machst alles auf einmal an einem Tag (Beispiel: Dienstag). So bleibt nur der tägliche Abwasch, aber auch hier hilft eine Spülmaschine, wenn es deine Möglichkeiten zulassen. Wenn die Kinder alt genug sind, dann können sie selbst ihr Zimmer aufräumen. Und natürlich kann der Mann immer mithelfen(!).

Disziplin für die Worklife Balance – der Mix macht’s

Allerdings erfordert es eine gewisse Disziplin, um wirklich “nach Zeitplan zu leben”. Aber dies wird belohnt:
In den oben genannten Tipps bleiben Mittwoch bis Freitag nach Feierabend und das ganze Wochenende übrig, um qualitativ hochwertig deine Zeit mit Freizeit, Familie und Kindern zu genießen. Und Zeit zum Entspannen bleibt dir auch noch!

Arbeite, um zu leben! Die Utopie ist Real!

BySusanne

Susanne leitet den Blog von Parerga. Drei Dinge, die sie liebt: ihren Morgenkaffee, mit ihrem Hund spazieren zu gehen und den Sommer in Schweden.